Tierwelt Costa Rica

Tortuguero Nationalpark in Costa Rica – Alles was Sie wissen müssen

Gabi Goerdel-Klages

Gabi Goerdel-Klages

Weltenbummlerin

„Pura Vida!“ ist in Costa Rica eine Redewendung, die uns ständig begleitet. Wörtlich übersetzt heißt es „Pures Leben“ und begleitet mich seit der Ankunft in San Jose. Treffender kann ich dieses wunderbare Land schon nach dem ersten Tag nicht beschreiben.

Für mich ist der Tortuguero Nationalpark an der Karibikküste Costa Ricas einer der beeindruckendsten Nationalparks, die ich bisher in meinem Leben besuchen durfte. Ich möchte wirklich nicht angeben….aber ich habe schon sehr viele Nationalparks auf allen Kontinenten besucht. Dieser hier ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Warum der Tortuguero Nationalpark?

Voller Tiere und Pflanzen, fast unberührt, mit einer einzigartigen Kanal-und Lagunenlandschaft, schwarzen fast menschenleeren Stränden und je nach Jahreszeit die Möglichkeit, Schildkröten bei der Eiablage zu beobachten. All das gibt es hier: im Tortuguero Nationalpark an der Karibikküste Costa Ricas.

Kapuzineraffe Costa Rica

Tortuguero Nationalpark - Wissenswertes

Der Nationalpark Tortuguero ist circa 20.000 Hektar groß und befindet sich im Nordosten Costa Ricas an der Karibikküste. Dichter Regenwald umgibt die Kanal- und Lagunenlandschaft.

Die Diversität an Pflanzen und Tieren, die es hier zu bestaunen gibt, werden Sie an keinem anderen Ort in Costa Rica sehen. Fast die Hälfte der in Costa Rica beheimateten Vögel- und Reptilienarten leben hier. Diverse Affenarten, Kaimane, Faultiere, Leguane, Krokodile, Tukane, Papageien, Krokodile und mehr 300 Vogelarten gibt es hier zu entdecken.

Kaiman in Costa Rica

Ich fühlte mich hier wie „Indiana Jones“ – ein unglaublich tolles Feeling, diese tiefe Verbundenheit mit der Natur macht  mich total glücklich. Wie wunderbar, dass ich diesen Ort sehen durfte. Tortuguero wird auch gern „Amazonas Costa Ricas“ genannt. Warum? Ganz einfach: die Vielfalt an Pflanzen und Tieren, dazu die hohe Niederschlagsmenge; halt wie am Amazonas in Brasilien.

Das Dorf Tortuguero

Das Dorf Tortuguero mit ungefähr 700 Einwohnern in der Provinz Limon, liegt nur circa 40 Kilometer von der Grenze zu Nicaragua auf einem recht schmalen Landstrich zwischen einem breiten Urwaldfluss und dem karibischem Meer. Das Dorf sowie die Unterkünfte im Nationalpark sind nur per Boot oder Flugzeug erreichbar. 

Der Name Tortuguero kommt aus dem Spanischen: „Tortuga“ bedeutet Schildkröte, „Tortuguero“ bedeutet Ort an den die Schildkröten kommen.

2 Nächte im Dschungel

Nach einer Übernachtung in der Hauptstadt San Jose geht es früh am Morgen direkt los Richtung Parque Nacional Tortuguero .

Die Fahrt führt mich durch eine atemberaubende Landschaft. Bei der Durchfahrt des Braulio Nationalparks bestaune ich die dichte, tropische Vegetation. Ich glaube, ich habe einen Farbflash!!! Im Dorf Guapiles wird ein leckeres Frühstück serviert. Riesige Bananenplantagen soweit das Auge reicht, auch Dole ist dabei.

Die Pflücker transportieren die Ernte über ein Seil zum LKW, welcher irgendwo auf der anderen Straßenseite geparkt steht. 


Danach geht es über immer holpriger werdende Pisten weiter zum Pier nach La Pavona, dort steige ich um in ein kleines Boot, das mich zur Aninga Lodge bringt. Eine megainteressante Bootsfahrt- ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll.

Ich kann nur sagen: der Weg ist das Ziel. Allein diese Anreise nach Tortuguero ist eine spektakuläre Erkundungstour mit  zahlreichen exotischen Tieren und Eindrücken, die Appetit auf mehr machen. Ich freue mich auf Alles, was noch kommt.

LKW im Nationalpark Tortuguero

Nach dem Einchecken in der Lodge gönne ich mir eine erfrischenden Dusche-herrlich. Anschließend gibt es einen leckeren Willkommenscocktail gefolgt von Mittagessen. 

Tortuguero - Erkundungstour

Tiere im Tortuguero Nationalpark Karte

Das Dorf Tortuguero hat einen ganz eigenen Charakter und ich muss sagen: hier gefällt es mir. Eine kleine Straße führt vorbei an kleinen Geschäften, einer Schule, einem Supermarkt, Tourenanbieter, Bars und Cafes . Ich gönne mir einen leckeren Drink: Kokosnusssaft aus der frischen Kokosnuss. Wußten Sie, dass eine junge noch grüne frische Kokosnuss in ihrem Hohlraum etwa 1 Liter Flüssigkeit hat? Dieses süßliche, klare Kokoswasser ist fast fettfrei und wird weniger, je reifer die Kokosnuss ist. Als nächstes besuche ich das Museum zum Schutz der Meeresschildkröten. Tortuguero sin visitar el museo de tortugas no es impossible!! (Tortuguero ohne Besuch des Schildkrötenmuseums –geht gar nicht!) 

Fast alle Ticos (so nennt man die Einwohner Costa Ricas) leben hier vom Tourismus. Das ist natürlich allgegenwärtig. Im Prinzip genauso wie bei uns auf Rügen, Sylt oder im Bayrischen Wald. Ich habe hier die Buddha Bar besucht, echt gemütlich. Dann geht es zurück zur Lodge vor Einbruch der Dunkelheit und pünktlich zum Abendessen.

Tortuguero Nationalpark mit dem Boot

Schon früh am Morgen geht es los. Die Tiere sind morgens aktiver und die Chancen auf Sichtungen somit größer. 

Sanft gleiten wir mit unserem Boot durch die Wasserstraßen Ich fühle mich erneut so als wäre ich mit Indiana Jones unterwegs. Wilder undurchdringlicher Dschungel und eine Geräuschkulisse von exotischen Tieren, so dass kaum ein Wort zu verstehen ist. Lauter als ein Presslufthammer.

Der Brüllaffe hat mich besonders fasziniert: er tut vom Namen her wenigstens nicht so, als gäbe es irgendetwas zu beschönigen. 128 Dezibel kriegt er hin, das ist um einiges lauter als eine Krankenwagen-Sirene oder ein Presslufthammer. Warum macht er das? Er will gehört werden. Und das gelingt ihm auch über einige Kilometer hinweg.

Dann sehe ich ein Zweifingerfaultier entspannt an einem uns um gute 10 Meter ragenden Baum hängen. Mir fehlen die Worte.

Iguana Costa Rica

Mal ganz ehrlich: ohne Tourguide Rogelio, der mit seinen Adleraugen immer weiß wo die Tiere sich aufhalten, hätte ich so manches Exemplar nicht gesehen.

Von der  Aninga Lodge aus erkunde ich den Regenwald zu Fuß. Schöne Libellen, Affen und Leguane. Auch die kleinen knallroten Giftpfeilfrösche, kaum größer als ein 2 Euro-Stück springen abseits des Pfades herum. Aber keine Angst – solange Sie diese Tierchen  nicht anfassen und direkt danach die Augen reiben passiert gar nichts.

Grundregeln gibt es überall. Hier fühle ich mich auf jeden Fall viel sicherer als um Mitternacht am Frankfurter Bahnhof.

Faultier am Baum

Das war ein toller Auftakt. Freuen Sie sich euch auf meine nächste Station: Puerto Limon – fantastico!

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